Artikel über Coiffeurwelt in der Lokalzeitung "Rütner"

Erschienen: 8. Dezember 2017
Autor: Larissa Läubli

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Leidenschaft bis in die Haarspitzen

Eine gute Haarplege sollte nicht vernachlässigt werden und so besuchen auch die Rütner regelmässig ihren Coiffeure-Salon des Vertrauens um ihre Frisur geplegt zu halten. Das Angebot an Salons ist gross, doch nur in einem Geschäft werden die Haare von A bis Z im trockenen Zustand geschnitten.

Flavia Mazzu hat die traditionelle Technik des Haareschneidens überdacht und eine Alternative entdeckt, welche eine völlig neue Herangehensweise ans Haar darstellt. Die 35­Jährige experimentierte viel und verfeinerte ihre Technik des Trockenhaarschnitts. Seit drei Jahren bietet sie nun den Service in ihrem eigenen Studio an. Das Schneiden im trockenen Zustand bietet viele Vorteile und lässt einen individuelleren Schnitt zu. Doch auch die Art des Schneidens hat die Rütnerin so angepasst, um das Beste aus jeder Frisur herauszuholen.

Sofortiger Wow-Effekt

Mazzu ist praktisch mit dem Haareschneiden aufgewachsen. Ihr Vater war schon leidenschaftlicher Friseur und betrieb mit seiner Frau ein Studio in Rüti. Nach der Ausbildung arbeitete die 35­Jährige für verschiedene Salons und konnte so viel Erfahrung sammeln. Gleichzeitig hinterfragte sie jedoch den traditionellen Weg vom Haarschnitt immer mehr. Nach dem Besuch beim Coiffeur sitzt die Frisur perfekt, doch gleich nach dem ersten Haarewaschen kann sich Ernüchterung einstellen. Man kriegt das Styling einfach nicht so schön hin wie die Prois. Auch hörte Mazzu von ihren Kunden oft den Satz: «So nach zwei bis drei Wochen gefallen mir meine Haare dann schon.» Der Wow­Effekt setzt also erst ein, wenn die Haare sich wieder eingespielt haben.

Muss das so sein? Das fragte sich die Rütnerin zunehmend und begann den Ursachen auf den Grund zu gehen und Lösungen zu suchen. Die Technik ihres Trockenhaarschnitts brachte sich Mazzu selber bei. Ein Prozess, der alles in allem ganze zehn Jahre dauerte. Heute ist die 35­Jährige sehr zufrieden mit dem Ergebnis und steht zu 100% hinter den Vorteilen des Trockenhaarschnitts. Nicht nur, dass er sich für jeden Haar­ und Frisurtyp eignet, der trockene Schnitt erspart einem ausserdem viel Zeit fürs Styling und die Frisur behält den ganzen Tag über seine Form. Während dichtes Haar leichter erscheint, erhält feines Haar mehr Volumen.

Mehr Liebe zum Haar

Im trockenen Zustand erkennt Mazzu alle individuellen Eigenschaften des Haars wie Wirbel, Bewegung, Volumen, Fall, Struktur und Dichte. So kann sie dann auch während des Schneidens auf diese Eigenschaften eingehen, um ein optimales Ergebnis erzielen zu können. Das Haar hat von Natur aus eine Federform und muss entsprechend auch so behandelt werden. Traditionell werden die Haare beim Coiffeur zuerst gewaschen und dann im nassen Zustand geschnitten. Die geschwungene Form der Haare wird so zerstört. Die Rütnerin hingegen setzt ihren Schnitt so an, dass die Federform erhalten bleibt; das Haar also nicht beschädigt wird. Ausserdem soll das Haar verbunden werden, damit es sich gegenseitig unterstützt.

Ihre Technik lehrt Mazzu mittlerweile in Tagesschulungen an anderen Coiffurebetrieben. Doch den Trockenhaarschnitt kann man nicht in ein paar Stunden beherrschen. Es braucht viel, bis die Technik wirklich sitzt und so lohnt es sich für andere Betriebe, sich Schritt für Schritt mit der Materie auseinanderzusetzen. Mazzus Technik fordert viel und das Haar wird dabei nochmals neu kennengelernt. Deshalb bietet auch nur sie den Schnitt so an, dass das Haar während des gesamten Prozesses trocken bleibt.

Umdenken in Branche wäre wünschenswert

Es stellt sich natürlich die Frage, weshalb es nicht schon viel mehr Coiffeur-Studios gibt, die den Trockenhaarschnitt anbieten. Die Technik schont das Haar und behandelt es so, wie es wirklich ist. Doch laut Mazzu habe sich die Branche leider immer mehr verloren. Man könne von einem Trend gegen das Haar sprechen, wo es nur noch Mittel zum Zweck ist. Ausserdem werde viel zu wenig individuell auf den Schnitt eingegangen. Während bereits in der Ausbildung gelehrt wird, wie man die perfekte Frisur schneidet und diese dann einfach bei jedem Kunden anwendet, liegt der Fokus für die Rütnerin ganz klar beim Kunden selbst und seinem Haar. Der Schnitt ändert sich dabei auch bei einem Kunden immer wieder aufs Neue.

«Haare sind etwas Lebendiges, mit meinem Schnitt bringe ich sie in eine passende Form. Jedoch zwänge ich sie nicht in eine Frisur, sondern arbeite mit dem Haartyp und behalte seine Natürlichkeit bei», erklärt Mazzu, welche ihr kleines Studio in Rüti als Einfraubetrieb führt. Für sie ist Haareschneiden mehr als ein Handwerk – mit viel Liebe und Leidenschaft verbunden.


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